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Seelische Belastungen von Landwirten nach BSE und MKS - Fortführung

Als Konsequenz aus den Agrarkrisen werden von den Landwirten grundlegende unternehmerische Entscheidungen und Umstrukturierungsmaßnahmen gefordert, obwohl weitgehend ungeklärt ist, wie Krisen vom Ausmaß der BSE- und MKS tatsächlich verhindert werden können. Dadurch entsteht neben der emotionalen Hypothek zusätzlicher Druck auf Bauern.

Folgen davon können sein, dass aus Angst dringend erforderliche Weichenstellungen in eine falsche Richtung erfolgen. Panik verleitet dazu, einem problematischen Modetrend nachzujagen oder im Gegenteil sich unausweichlichen Veränderungen hartnäckig zu widersetzen, wofür über kurz oder lang eine teure Rechnung präsentiert wird.

Die aktuelle Situation der Landwirtschaft führt deutlich vor Augen, dass nicht nur Politik  und Agrarwissenschaft zur Lösung der schwerwiegenden Kofnlikte aufgefordert sind, sondern alle Betroffenen einen aktiven Beitratg leisten müssen. Im Spannungsfeld zwischen Ökonomie, Ökologie, Biologie, Medizin usw. ein ausgewogenes Gleichgewicht herzustellen, erfordert auch vom einzelnen Bauern einen klaren Kopf und den vollen Einsatz seiner Kräfte.

Eine Blockade seelischer Enegie in Folge der Fixierung auf unbewältigte traumatische Nachwirkungen etwa nach BSE oder MKS, aber auch nach anderen krisenhaften Ereignissen, die sicher auch in künftigen Jahren nicht auszuschließen sind, wird sich sehr nachteilig auswirken und in Fällen wie in der Landwirtschaft, in der seelische Konflikte eng mit ökonomischem Verhalten verknüpft sind, auch zu bedrohlichen Fehlentscheidungen und Rückschlägen führen.

Die aktuelle Belastung der Bauern wird noch deutlicher, wenn man die rasante Entwicklung der Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten berücksichtigt. es lassen sich immer schnellere Innovationszyklen feststellen. Die zunehmende Technisierung vormals aufwendiger und kräftezehrender Arbeitsabläufe, die Intensivierung Spezialisierung von Anbau und Viehhaltung erforderten nicht nur hohe finanzielle Investitionen, sondern auch hohe Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, die in Widerspruch zu beäwhrten Produktionsmethoden und Gewohnheiten traten um sich nicht selten auch in tragischen zwischenmenschlichen Konflikten, vor allem innerhalb der Familie niederschlugen.

Kaum waren Modernisierungen so weit eingeführt, dass ein reibungsloses uns gewinnbringendes Wirtschaften möglich war, wurden sie schon wieder durch neuere Trens abgelöst. Es zeichnet sich ein steigender Anpassungsdruck ab, dem Bauern nur standhalten können, wenn sie kaum mehr zu rechtfertigende menschliche Opfer bringen. Immer mehr Landwsirte fühlen sich diesem Druck nicht mehr gewachsen und werfen das Handtuch oder müssen ihre Anstrengungen mit körperlichen und seelischen Leiden teuer bezahlen.